Die 5 Dimensionen authentischer Liebe: Einführung und Vertiefung des ersten Aspektes der AUFMERKSAMKEIT

Nach der wundervollen Sommerpause, die hoffentlich auch Du ausgiebig genießen und zum Sonne und Licht und Liebe Tanken nutzen konntest, beginne ich ein neues Thema. Für einen ersten Einstieg ins Human Design sind durch meine bisherigen Blogeinträge die Grundlagen gelegt. Ich empfehle Dir, vor allem mit der Ausrichtung auf Deinen Typ und Deine passende Entscheidungsstrategie eine Weile zu experimentieren und Erfahrungen zu sammeln. Zu späterer Zeit komme ich sicher noch einmal auf die einzelnen Profile sowie unser Lebensthema zu sprechen. In den kommenden Wochen möchte ich mich nun erstmal dem Thema Wahrnehmung und Achtsamkeit widmen, denn dies stellt die Grundlage für unsere Weiterentwicklung dar und ist natürlich auch bei der Selbstbeobachtung Deiner Erfahrungen mit dem Human Design notwendig.

Es gab in meinem Leben immer mal wieder Momente, in denen ich in einem Buch, Seminar oder Workshop auf ein Modell aus der Psychologie oder Philosophie gestoßen bin, das mein vorherig angesammeltes Wissen und Verständnis wie auf eine neue Ebene gehoben hat, weil es plötzlich eine Vielzahl unterschiedlicher Einzelperspektiven oder Puzzleteile zu einem neuen Ganzen integriert hat. Das ist jedes Mal eine ganz faszinierende und großartige Erfahrung, so, als wackelt für einen Augenblick meine innere Welt und fällt dann ganz plötzlich an einen neuen, viel klareren, umfassenderen, leichter verständlichen Platz. Leider kann ich das nicht willentlich herbeiführen und auch nie vorhersagen, wann es geschieht. Es sind dies für mich großartige göttliche Geschenke, über die ich jedes Mal unendlich dankbar bin. In einem Buch, das ich kürzlich las (Daniel Meurois & Anne Givaudan: Essener Erinnerungen. Eine Rückbesinnung auf die wahren Wurzeln des Jesus von Nazareth), inzwischen in neuer Auflage wieder erhältlich, war davon die Rede, dass es in alten Zeiten 22 Einweihungen von Essenia gab, die auf dem Weg des Erwachens und der Bewusstseinsentwicklung vor Zeiten in den Tempeln des Einen als Prüfungen von Körper und Seele erteilt worden seien, dass diese Einweihungen heutzutage aber nicht mehr auf die gleiche Weise in Tempeln durch Lehrer und Meister ereilt wurden und am Ende ein Titel stünde sondern dass die großen Wesen, die das Schicksal unserer Welt lenken, sie in den Wirbeln des täglichen Lebens eingebettet haben (S. 364-365). Vielleicht waren es ja solche Einweihungen, die ich dabei erfahren durfte. Aber das ist nichts als Spekulation.


In jedem Falle stammt eines der letzten bedeutsamen Bücher, das mir von einem Bekannten empfohlen wurde und das ich mit einem derartigen Effekt gelesen habe, von David Richo, einem amerikanischen Psychotherapeuten und Trainer, der einen buddhistischen Weg praktiziert: „Reif werden füreinander. Wie man in Beziehungen erwachsen wird. Die fünf Dimensionen authentischer Liebe“, 1. Auflage 2009, Windpferd Verlagsgesellschaft mbH. Was ich in diesem Blogeintrag schreibe, ist in großen Teilen diesem Buch entnommen.


Als ich etwa 16 Jahre alt war, entstand in mir die Idee oder Erkenntnis, dass es in jedem Menschen so etwas wie einen Kern oder heiligen Ort gibt, an dem wir uns gar nicht so sehr unterscheiden sondern alle gleichermaßen danach sehnen, Liebe zu geben und zu empfangen, etwas (Positives) in der Welt zu bewirken, in unserem Wesen erkannt und akzeptiert zu werden und das verwirklichen zu können, was uns wichtig ist. Doch dieser Ort schien sehr empfindsam und verletzlich zu sein und die allermeisten Menschen verbargen und verbergen/ schützen ihn durch Masken und Rollen, die sie einnehmen und spielen. Ich habe Psychologie studiert und bin Psychotherapeutin geworden, weil ich bei anderen zu diesem Ort vordringen und ihnen helfen wollte, selbst dort hinzugelangen, ohne ihnen zu schaden oder sie dabei zu verletzen. David Richo beschreibt dieses Phänomen folgender Maßen: 

"Jeder von uns erfährt die Liebe auf seine eigene Weise, doch für die meisten von uns hat die Liebe vor allem Fünf Aspekte: Wir fühlen uns geliebt, wenn uns Aufmerksamkeit, Akzeptanz, Wertschätzung und Zuneigung entgegengebracht werden und uns die Freiheit gewährt wird, in Übereinstimmung mit unseren tiefsten Wünschen und Bedürfnissen zu leben. … Intimität in ihrer besten Form bedeutet, die Fünf Aspekte zu geben und zu empfangen … Durch unsere spirituelle Praxis lernen wir eine Macht kennen, die größer ist als unser Ego, und diese Macht hegt uns, indem sie uns die Gnade der Aufmerksamkeit, Akzeptanz, Wertschätzung, Zuneigung und des Zulassens gewährt.“ (S. 13-14)

Richo schreibt, dass es in uns so etwas wie eine innere Instanz gibt, die genau überwacht und registriert, ob uns diese Fünf Aspekte gewährt werden oder was davon fehlt. 

Da wir dialogische Wesen sind, ergibt sich unsere Selbstachtung aus dem Kontakt mit anderen, die uns mit den Fünf Aspekten versorgen. Die Fünf Aspekte sind keine Zugaben, sie sind die Bestandteile eines gesunden, individuierten Egos: Aufmerksamkeit von anderen führt zu Selbstachtung. Akzeptanz bringt das Gefühl hervor, ein im Grunde guter Mensch zu sein. Wertschätzung fördert ein Gefühl für den eigenen Wert. Zuneigung gibt uns das Gefühl, liebenswert zu sein. Zulassen schenkt uns die Freiheit, unsere eigenen tiefsten Bedürfnisse, Werte und Wünsche zu verfolgen. Wenn uns die Fünf Aspekte in unserer Kindheit nicht zuteil wurden, dann hatten wir vielleicht das Gefühl, das sei unsere eigene Schuld gewesen. Das hat vielleicht einen Drang in uns hinterlassen, ständig etwas wiedergutzumachen. Solche Wiedergutmachung ist jedoch sinnlos und irreführend, weil unsere wahre Herausforderung eine Reise hinaus in die Welt ist, auf der wir etwas von dem finden, was uns fehlt, und dann erkennen, dass wir es auch in uns selbst finden können.“ (S. 44)

Um uns in eine Beziehung immer tiefer einzulassen, uns immer weiter zu öffnen und auf diese Weise letztlich unser Potenzial, unsere Anlagen und Gaben zu entfalten, bedarf es all dieser Dinge. Aber es ist nicht notwendig, ja nicht einmal möglich, dass sie uns immer von unseren Eltern gewährt werden. Denn sie sind die Basis von Bindung und Verbindung. Entwicklung bewegt sich aber im Spannungsfeld zweier Pole: Bindung und Autonomie. Wenn uns einer oder mehrere der Fünf Aspekte verwehrt werden, entwickeln wir Eigenständigkeit, finden eigene Umgangsweisen und Bewältigungsstrategien, entfalten Kompetenzen wie uns schützen können, schnell sein, uns allein zurechtfinden, bilden intellektuelle Fertigkeiten aus, finden ein Ventil in künstlerischem Ausdruck, …. All das, was wir für die entsprechende Bewältigungsstrategie benötigen, wird ausgebildet und trainiert. Es ist also kein Fehler, der irgendwann ausgebessert und komplett behoben sein wird, dass keiner und keinem von uns jemals in unserer Entwicklung alle Fünf Aspekte vollständig von unseren Eltern gewährt wurden. Denn ab der Pubertät, ab dem Moment, wo unser Bewusstsein weit genug entwickelt ist, dass sich das Zeugenbewusstsein auszubilden beginnt, dass wir unsere Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen beobachten und begleiten können, müssen wir eine Beziehung mit uns selbst aufbauen, die diese Fünf Aspekte gewährt. Das bedeutet es, erwachsen zu werden. Wir lernen, uns selbst aufmerksam zu begleiten, zu akzeptieren wie wir sind, stolz auf uns zu sein/ uns wert zu schätzen, uns zu mögen und uns auszuprobieren zu wagen.

Die Fünf Aspekte sind die wesentlichen Bestandteile von Liebe, Respekt, Sicherheit und Beistand. Zudem sind sie die Essenz der spirituellen Praxis, also dessen, was wir in der Meditation kultivieren, sowie des Pfades des Mitgefühls. Meditatives Gewahrsein und Mitgefühl – zusammengefasst bezeichnet als mitfühlende Achtsamkeit - sind Schlüssel zur Praxis von Liebe, zur Verwirklichung unseres Lebenszwecks und zur Erfüllung. Wir empfangen selbst unglaublich viel, wenn wir anderen die Fünf Aspekte zukommen lassen, denn sie machen uns selbst liebevoller, wenn wir sie geben.

1. Aufmerksamkeit

Jedes Lebewesen spürt instinktiv, dass es im Kontakt die volle Aufmerksamkeit seiner Eltern braucht und verdient. Aufmerksamkeit bedeutet engagierte Anteilnahme, nicht das Überwachen jeder unserer Bewegungen. Wahrhaftig liebevolle Aufmerksamkeit nimmt eine Person mit all ihrem gegenwärtigen Verhalten, Fühlen, Stimmungen und inneren Zuständen wahr, indem sie sich auf die Person einstimmt. Sich einzustimmen ist gespiegelte gegenseitige Aufmerksamkeit zwischen zwei Personen. Aufmerksam sein bedeutet Worte, Gefühle und Erfahrungen zu bemerken und darauf zu hören. In einem Moment authentischer Aufmerksamkeit haben wir das Gefühl, wahrhaftig und in unserer Tiefe in dem, was wir sagen und tun, verstanden zu werden, ohne dass etwas ausgeschlossen bleibt. Wir können uns nicht einstimmen, wenn wir das Wahrgenommene in richtig und falsch einteilen oder wenn wir bestimmte Gefühle zulassen und andere abwehren. 

Um uns auf jemanden einstimmen zu können, braucht es Neutralität gegenüber allen Gefühlen, Stimmungen und inneren Zuständen dieser Person sowie die furchtlose Offenheit der Aufmerksamkeit. Nur mit einem solchen Wagemut können wir über die tapfere Fassade hinaus die Furcht und über die Unerschütterlichkeit hinaus das innere Chaos der Person sehen. Auf diese Weise wird Aufmerksamkeit zu Mitgefühl. Was keine Einstimmung gefunden hat, bleibt in uns verborgen oder wird zu einer Quelle von Scham. …. Mangelhafte Einstimmung kann uns zudem furchtsam und einsam machen. ... Wir trauen uns nicht, anderen bestimmte Bereiche unserer Psyche zu offenbaren, weil wir während des Aufwachsens daran verzweifelt sind, jemals die nötige menschliche Spiegelung zu finden. Eingestimmte Aufmerksamkeit führt zu einer immer größer werdenden Zone des Vertrauens und der Sicherheit .... In einem solchen Aufmerken auf unsere Wahrheit ist Wahrhaftigkeit des Aufmerksamkeit Schenkenden impliziert.“ (S. 48)


Der erste der Fünf Aspekte ist der Kern der Achtsamkeit. Dabei achten wir auf etwas oder jemanden so neugierig und genau, nutzen dazu all unsere eigenen Sinne, nicht nur unsere äußeren Sinnesorgane sondern auch unsere sich entwickelnden Sinne 2. Ordnung (was man als hellfühlig, hellsichtig usw. bezeichnet), so als hätten wir Millionen von Wahrnehmungsfühlern über unseren gesamten Körper verteilt. Dadurch wird das Bild, das in uns von der anderen Person entsteht, immer umfassender und detaillierter. Es gelingt uns mit der Zeit, mit viel Übung und durch Schulung der Aufmerksamkeit immer besser, dass das entstehende innere Bild nicht mehr von den Projektionen unseres eigenen Egos verzerrt wird. 

Eine solche Aufmerksamkeit verlangt ein echtes Interesse und Neugier für die geheimnisvolle und überraschende Wahrheit, die einen Menschen ausmacht. Ein Elternteil oder Partner, der Sie nur oberflächlich kennen gelernt hat, findet vielleicht nur seine Meinung von Ihnen bestätigt. Solche Meinungen oder Vorurteile können JahreBestand haben und die Person daran hindern, die Art von Information aufzunehmen, die Ihr wahres Ich offenbaren könnte. Ihr wahres Ich ist ein reiches Potenzial und keine Liste von Charakterzügen, und zu echter Intimität kann es nur kommen, wenn Sie im Herzen des anderen immer breiteren Raum einnehmen und nicht wenn Sie in seinem Kopf in eine Schublade gesteckt werden. Unsere Identität gleicht einem Kaleidoskop. Mit jeder Drehung nimmt das Bild nicht eine frühere oder eine endgültige Form an, sondern eine neue Form, die die gerade vorhandene Konstellation der einzelnen Teile widerspiegelt, mit der wir hier und jetzt zu arbeiten haben. Die Konstellation ist stets neu, weil wir ständig in Bewegung bleiben. Das ist es, was ein Kaleidoskop – und uns selbst – so interessant und schön macht.“ (S. 48-49)

Aufmerksamkeit bedeutet, dass sich jemand respektvoll auf uns konzentriert und uns nicht verachtet oder sich über uns lustig macht. Wir werden ernst genommen. Deine Gefühle sind für die Menschen, die Dich lieben, so wichtig, dass sie sehr genau darauf achten. Sogar auf solche Gefühle und inneren Zustände, von denen Du selber nichts wissen möchtest.



Wie kannst Du eine solche Aufmerksamkeit in Dir entwickeln?

In dieser Zeit der Reizüberflutung und des Überflusses ist auch unsere Aufmerksamkeit zersplittert und leicht abzulenken. Es erfordert also wirklich Übung, Deine Aufmerksamkeit fokussieren, halten und ausdehnen zu lernen. Wenn Du Dir in jedem Moment bewusst bist, was Du gerade betrachtest, womit Dein Bewusstsein beschäftigt ist und wie Du mit Deiner Wahrnehmung umgehst, hast Du meiner Meinung nach bereits ein hohes Maß an Präsens und Wachheit erzielt. Dann bist Du in Deinem Handeln sehr viel freier, musst nicht mehr so häufig automatischen Reaktionsmustern folgen und kannst Deine Reaktionen auf aktuelle Erfahrungen besser lenken. Damit meine ich kein starres Kontrollieren sondern eine größere Wahlfreiheit Deines eigenen geäußerten Verhaltens.


Eine grundlegende Schulung der Aufmerksamkeit geschieht in der Stille Meditation. Sie wird im Moksha z.B. jeden Morgen in der Schulzeit von 8:30 bis 8:55 Uhr durchgeführt und steht jedem offen. Man darf auch später dazu kommen und leise auf einem Meditationskissen Platz nehmen. Es kostet nichts. Aber Du kannst auch für Dich selbst praktizieren. Wichtig ist, dass Du Dir dafür eine gewisse Regelmäßigkeit schaffst. Am besten ist ein fester Zeitpunkt im Tagesablauf, z.B. immer nach dem Frühstück. Es sollte auch einen festen Ort dafür geben, denn dann kann der Platz schon zu einem Hinweisreiz werden, dass Du leichter in einen veränderten Bewusstseinszustand übergehen kannst. An einem solchen Platz baut sich mit der Zeit auch Energie auf. Er wird lichter und klarer.

Du wählst für die Stille Meditation eine aufrechte, wache Sitzposition, die Du über die Meditation hinweg ohne Schmerzen beibehalten kannst. Sonst bist Du die ganze Zeit damit beschäftigt, den Schmerz zu umgehen statt Deine Aufmerksamkeit und das Bezeugen zu trainieren. Wenn Du auf einem Meditationskissen am Boden sitzen möchtest, stelle sicher, dass die Knie tiefer liegen als das Becken. Auf diese Weise positioniert sich die Wirbelsäule von selbst in eine natürliche Aufrichtung, die anstrengungslos ist. Sollten Deine Muskeln verkürzt sein und Du Schwierigkeiten haben, Dich im Schneidersitz nieder zu lassen, empfehle ich Dir lieber das Sitzen auf einem Stuhl oder das Nutzen eines Meditationsbänkchens. Dabei kniest Du quasi am Boden aber die Knie werden entlastet, weil Deine Sitzbeinhöcker und Dein Po auf dem Holzbänkchen ruhen. Durch die Neigung der Sitzfläche wird das Becken aufgerichtet und die Wirbelsäule in eine optimale Position gebracht. Diese Bänkchen gibt es auch mit einklappbaren Beinen (stellen wir im Moksha zur Morgenmeditation zur Verfügung).

Vor der Meditation kannst Du natürlich gern noch einige Körperübungen durchführen. Darauf gehe ich in einem späteren Blog ausführlicher ein. Die einfachste Variante zur Aktivierung Deines physisch-grobstofflichen Körpers ist ein kräftiges Abklopfen. Das ist am Morgen besonders nützlich, damit Du während der Stille Meditation nicht einschläfst. Verweile dabei etwas länger unter den Achseln, in den Armbeugen und den Kniekehlen, denn in diesen Gelenken staut sich besonders gern Energie und sie wieder zu öffnen wirkt sehr befreiend. Danach kannst Du zum Zentrieren z.B. noch folgende Qi Gong Basisübung durchführen:


Eine dritte vorbereitende Übung ist die quer liegende Acht, die Du im Stehen mit dem Becken beschreibst. Diese Übung dient der Synchronisation und dem Ausgleich der Gehirnhälften und ist natürlich auch bereits eine Aufmerksamkeits- und Achtsamkeitsschulung. Dabei öffnest Du Deine Füße etwas breiter als Deine Hüften, lässt die Knie locker und beginnst mit dem linken Hüftknochen eine kreisförmige Bewegung nach vorn über die linke Seite und nach hinten. Dort übernimmt dann der rechte Hüftknochen und führt die gleiche Kreisbewegung nach vorn, zur rechten Seite und nach hinten aus, so dass aus diesen beiden Kreisen in ihrer Zusammensetzung eine Acht entsteht. Dann übernimmt wieder der linke Hüftknochen, danach der rechte usw. Beobachte diese Bewegung und versuche, Deine Aufmerksamkeit bei Deinem Becken und dem Begleiten der liegenden Acht zu halten. Führe diese Bewegung nur so schnell aus, dass Du sie mit Deinem fühlenden Bewusstsein wirklich begleiten kannst und merkst, wo sich die Bewegung weich und flüssig, wo hölzern oder steif oder eckig anfühlt. Beobachte Dich dabei, ob Du diese Wahrnehmungen haben kannst oder ob Du sie sofort bewertest (z.B. flüssig und weich ist gut, eckig und steif falsch). Sobald Du merkst, dass Du mit dem Becken nur noch automatisch kreist und tatsächlich im Kopf denkst, nimm einen tiefen Atemzug und lenke den Fokus der Aufmerksamkeit zurück zu den Hüftknochen. Stell Dir vor Du bist eine Mutter oder ein Vater und sitzt mit Deinem kleinen Kind am Tisch, das eigentlich essen soll aber immerzu von anderen Dingen abgelenkt wird. Richte die Aufmerksamkeit liebevoll aber nachdrücklich und vor allem ausdauernd wieder und wieder auf den Körper und die Achterbewegung aus, so wie Du Dein Kind immer wieder zum Essen zurückführen würdest. Führe diese Übung 2 bis 5 min durch und nimm dann langsam, bewusst und möglichst mit anhaltendem Kontakt in Dein Becken und damit zu Deiner körperlichen Basis auf Deinem Meditationssitz Platz. Stelle Dir einen Wecker oder lade Dir eine Meditations-App auf Dein Handy, mit der Du nach einer definierten Zeit einen Gong einstellen kannst, um Dich wirklich in die Stille versenken zu können und nicht zusätzlich noch auf die Uhrzeit achten musst.

Wenn Du möchtest, kannst Du Dich nun von mir in die Stille Meditation führen lassen:


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